Mit großem Bedauern haben wir uns nach reiflichem Überlegen und Beratung entschieden, das für den 3.12.2021 geplante inklusive Konzert zu verschieben.

Angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona Pandemie wird das sicher nicht überraschen, leben wir doch zunehmend wieder in einer Situation, in der die Entwicklung der nächsten Tage nicht absehbar ist und wir nicht wissen, unter welchen Regeln wir in der nächsten Woche unsere sozialen Kontakte privat wie beruflich gestalten können.

Wir glauben, dass es verantwortungsvoller ist, derzeit auf eine solche Veranstaltung zu verzichten und diese im Mai 2022, zum Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderungen, nachzuholen.

Die Veranstaltung wird online sein und alle können sie über Facebook verfolgen. Die:der Vertreter:innen der Organisationen wird sich äußern. Einige der Künstler:innen, die wir für die persönliche Veranstaltung eingeladen haben, werden eine kurze Performance präsentieren.

Zu volgen die Veranstaltung am 3. Dezember von 19.00 bis 20.30 Uhr live

Der Verein Artemisia e.V., Emergency Deutschland, das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Behindertenbeauftragte und das AWO Begegnugszentrum veranstalten am 3. Dezember “Inklusion ghet uns alle an“, zur Feier des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen, der seit 1992 von den Vereinten Nationen ausgerufen wird.

Diese Veranstaltung findet bereits zum dritten Mal statt und ist für den Bezirk Kreuzberg zu einer Tradition geworden.

Der 3. Dezember ist nicht nur ein Tag zum Feiern, sondern auch ein Tag, um das Bewusstsein für die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu schärfen und politisch darüber nachzudenken, eine Bilanz der Innovationen zu ziehen, die zur Förderung der vollständigen Eingliederung gemacht wurden, und um die architektonischen Barrieren zu beseitigen, die immer noch Probleme und Diskriminierung für Menschen mit Behinderungen verursachen.

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, das am 26. März 2009 ratifiziert, von 192 Ländern angenommen, von 126 Ländern unterzeichnet und von 49 Ländern ratifiziert wurde, ist noch nicht in allen Ländern vollständig umgesetzt worden und die Ergebnisse sind nicht ermutigend.

In Deutschland wird das Gesetz, so wie es formuliert wurde, nur langsam umgesetzt. Das liegt daran, dass es noch viele politische und kulturelle Einschränkungen gibt.

Auch wenn in Deutschland einige Schulen die Inklusion umsetzen, weil sie dazu aufgefordert (nicht verpflichtet) sind, gibt es immer noch eine große Zurückhaltung. Das schulische Lernsystem berücksichtigt nicht die inklusiver Unterricht, die auch in anderen Ländern entwickelt wurden, wie z. B. in Italien, wo die Sonderschulen vor mehr als vierzig Jahren abgeschafft wurden.

In Deutschland, insbesondere in den konservativeren Regionen, sind die Diskriminierung Menschen mit Assistenz bedarf und das Gefühl der Ausgrenzung offensichtlich. Aber Berlin ist nicht anders. Oft sind es die Familien selbst, die sich gemeinsam mit den Pädagogen gegen die Schließung von Sonderschulen als geschützten Ort für die pädagogische Entwicklung ihrer Söhne und Töchter mit Behinderung wehren.

Die Beweggründe dieser Gruppen, die die auf internationaler Ebene gefassten Beschlüsse und die Erwartungen von Menschen mit Behinderungen nicht respektieren, werden natürlich häufig auf eine fehlende inklusive Planung seitens der Schulen zurückgeführt, die nicht ausreichend ausgestattet sind, um die Grundvoraussetzungen für die Inklusion zu schaffen. In diesem gegensätzlichen Kontext wird es für die Institutionen natürlich noch schwieriger, die grundlegenden Leitlinien zur Eingliederung anzuwenden.

Wenn man nicht schon in der Schule mit der Umsetzung der Inklusion beginnt, wird es in den Werkstätten besonders für Menschen mit Behinderungen noch schwieriger. In Deutschland gibt es eine wirksame Organisation für Menschen mit Behinderungen, die alle in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, aber es mangelt an Möglichkeiten für eine wirklich inklusive Beschäftigung in allgemeinen Arbeitsmarkt.

Ein Menschen mit Behinderung, der in einer Werkstatt arbeitet, die als Ausbildungszentrum für die Arbeitsvermittlung eingerichtet wurde, bleibt für den Rest seines Lebens in diesen Werkstätten und arbeitet unter Bedingungen wirtschaftlicher Ausbeutung, ohne die Möglichkeit zu haben, sich voll anerkannt und in den Beschäftigungskontext einbezogen zu fühlen.

Einige der Künstler:innen, die eigentlich auf der präsenten Veranstaltung sein sollten, werden während derOnline-Veranstaltung einen Kurz auftrit präsentieren

Sie entstand 2009 aus mehreren Band Workshops, die von „Handiclapped-Kultur
Barrierefrei e.V.“ organisiert werden und hat MusikerInnen mit und ohne
Behinderung.Das musikalische Spektrum ist äußerst vielfältig, von Cover-Nummern von Genesis oder White Stripes bis zu Gassenhauern wie „Bolle reiste nach Pankow“, Rock- und
Blues-Klassikern sowie tanzbaren Schlagern/Stimmungsliedern.

Feuriges Ensamble aus Traditionellen Rhythmen und Jazzelementen aus Burkina Faso

Moussa Coulibaly ist Griot-Musiker aus Burkina Faso. Mit seiner Gruppe „LONITIBA“, was so viel heißt wie „Im Leben lernt man nie aus“, stellt Moussa eine Vielzahl westafrikanischer Instrumente vor und vereint mit seinen Musikern aus drei Kontinenten traditionelle Rhythmen mit Jazz-Elementen zu einem feurigen Ensemble.


Daiana Lou

Ein alternatives Pop/Rock Multi-Instrumentalisten-Duo

DAIANA LOU besteht aus Daiana – wunderbare Sängerin, die für Snare, Synths und Percussion verantwortlicht ist – und Luca – der gleichzeitig Gitarre, Kick und Hi-Hat spielt!

Sie starteten in Rom als Straßenmusiker und zogen später gemeinsam nach Berlin. 2016 nahm Daiana Lou an der italienischen Version der Show X-Factor teil, wodurch Daiana und Luca größere Bekanntheit erlangten. Ihr erstes Album Streetherapy erschien 2017.

Sie erzeugen einen besonderen Sound durch eine Kombination von psychedelischem, melodischem Softpunk mit Trip Hop-Einflüssen und einer Portion gefühlvoller Lyrics.

Share This