Teilhabe ist ein Recht – kein Privileg.
Am 27. Juni fand das Inklusive Sommerfest statt, das von Artemisia e. V. in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilzentrum organisiert wurde. Es war ein Tag der Begegnung, der Kreativität und der gelebten Teilhabe – offen für alle Menschen und getragen von der Überzeugung, dass Kunst, Musik und Bewegung Brücken zwischen Menschen bauen können.
Das Fest bot zugleich die Gelegenheit, das Projekt „KuWohl – Kunst und Wohlbefinden im Zeichen der Inklusion“ vorzustellen. Das von Artemisia e. V. entwickelte und seit Dezember 2026 mit Unterstützung von Aktion Mensch durchgeführte Projekt umfasst künstlerische, musikalische und bewegungsorientierte Workshops in verschiedenen Berliner Stadtteilen. Ziel ist es, Wohlbefinden, gesellschaftliche Teilhabe und sozialen Zusammenhalt zu fördern und Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen sowie Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen zusammenzubringen.
Eröffnet wurde das Fest mit dem Konzert der Band Grenzenlose Melodien, die aus früheren Projekten von Artemisia hervorgegangen ist. Unter der Leitung des Musikers und Komponisten Davide Rossini zeigt die Band, wie Musik Menschen miteinander verbindet, individuelle Fähigkeiten sichtbar macht und Vielfalt zu einer gemeinsamen Stärke werden lässt.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags konnten die Besucherinnen und Besucher an den verschiedenen Workshops teilnehmen.
Der Workshop Tanztherapie, geleitet von Kaveh Ghaemi gemeinsam mit Lia Massetti, lud Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen dazu ein, Bewegung als universelle Sprache zu erleben – als Möglichkeit, sich auszudrücken, einander wahrzunehmen und miteinander in Kontakt zu treten.


Der Trommel-Workshop unter der Leitung von Vito Giacovelli machte erlebbar, wie gemeinsames Musizieren Gemeinschaft entstehen lässt und Zusammenarbeit fördert.


Für alle, die sich über Farben und Formen ausdrücken wollten, bot Federica Falconi einen Kunsttherapie-Workshop an. Im Mittelpunkt stand dabei nicht das künstlerische Ergebnis, sondern der kreative Prozess als Raum für Selbstausdruck, Begegnung und persönliches Wachstum.


Den stimmungsvollen Abschluss des Tages bildete das Konzert der Gruppe Alafia con Iré, das viele Besucherinnen und Besucher zum Mitsingen, Tanzen und gemeinsamen Feiern einlud.

Während des Festes feierten wir außerdem den Geburtstag von Lia Massetti, die für Artemisia seit jeher eine wichtige Inspirationsquelle ist. Gemeinsam mit Freundinnen und Freunden, Teilnehmenden, Ehrenamtlichen und Kolleginnen und Kollegen verbrachten wir einen herzlichen und bewegenden Moment voller Wertschätzung und Verbundenheit, der den Geist unseres Vereins auf besondere Weise widerspiegelte.

Die Workshops des Projekts KuWohl werden in den kommenden Monaten mit neuen Kursen fortgesetzt. Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen Menschen ab 18 Jahren offen – unabhängig von Vorkenntnissen oder künstlerischen Erfahrungen.
Weitere Informationen zu den Workshops und zur Anmeldung finden Sie auf unserer Website im Bereich KuWohl.

Unser Engagement
Mit KuWohl und allen Projekten von Artemisia e. V. möchten wir zeigen, dass Inklusion keine abstrakte Idee, sondern ein konkreter und gangbarer Weg ist.
Wir sind überzeugt, dass niemand von Angeboten ausgeschlossen werden sollte, die persönliche Entwicklung, Begegnung und den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, Generationen, Geschlechter und Lebensrealitäten ermöglichen. Kunst, Musik und Bewegung schaffen Räume, in denen Menschen einander begegnen, voneinander lernen und ihre Fähigkeiten entfalten können.
Worte und gute Absichten allein reichen jedoch nicht aus. Deshalb ist es unser Anliegen, konkrete Möglichkeiten der Begegnung zu schaffen – Orte, an denen Menschen miteinander in Kontakt kommen, sich austauschen, voneinander lernen und neue Perspektiven entdecken können. Wir möchten dazu beitragen, dass jede und jeder die Chance erhält, eigene Potenziale zu entfalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Gerade in einer Zeit, die von Kriegen, gesellschaftlichen Spannungen und zunehmender Polarisierung geprägt ist, können auch kleine Projekte einen wichtigen Beitrag leisten. Jede Begegnung, jeder Workshop und jede neu geknüpfte Beziehung ist ein Schritt hin zu einer solidarischeren und offeneren Gesellschaft.
Eine inklusive Gesellschaft entsteht nicht von selbst. Sie braucht Begegnung, Solidarität, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Sie braucht Menschen, die Vielfalt nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung verstehen.
Wir danken allen Menschen, die an diesem Fest teilgenommen haben, sowie allen Partnerinnen und Partnern, Unterstützerinnen und Unterstützern, Ehrenamtlichen und Mitwirkenden. Gemeinsam möchten wir diesen Weg weitergehen und dazu beitragen, dass Inklusion nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern jeden Tag ein Stück mehr gelebte Wirklichkeit wird.